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Unser Service für Sie umfasst insbesondere folgende Punkte:

  • Geltend­ma­chung von Zugewin­n­aus­gleich
  • Vermö­gen­saus­ein­an­der­set­zungen mit und ohne Ehevertrag
  • Grundstücksregelungen

Bei Scheidung der Ehe ist das während der Ehe erzielte Vermögen unter den Eheleuten auszu­gleichen. Das Gesetz regelt im Zugewin­n­aus­gleich, dass derjenige Ehegatte, der während der Ehe mehr Vermögen erwirt­schaftet hat, an den anderen Ehegatten ausgleichs­pflichtig ist. Im Ergebnis verlässt jeder der Ehegatten die Ehe mit dem gleichen Vermögen.

Zur Berechnung eines Zugewinns und eines Anspruchs auf Zugewin­n­aus­gleich gegen den anderen Ehegatten bestehen Auskunfts­an­sprüche über die Höhe des Endver­mögens sowie des Anfangs­ver­mögens. Zugewinn ist der Betrag, um den das Endver­mögen eines Ehegatten das Anfangs­ver­mögen übersteigt. Zum Anfangs­ver­mögen zählen ebenso jene Vermögen, welche bereits beim Eintritt in den Güter­stand vorhanden waren bzw. ererbtes Vermögen oder Schen­kungen oder Ausstat­tungen. Diese verbleiben bei dem Ehegatten, dem diese Werte zugewandt wurden.

Schwie­rig­keiten beim Zugewin­n­aus­gleich ergeben sich bei der Werter­mittlung der einzelnen Gegen­stände und der Nachweis­führung. Gut beraten ist derjenige, der entspre­chende Nachweise sorgfältig aufbe­wahrt, z.B. über Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung, über Schen­kungen und Erbschaften.

Es ist nie mehr an Zugewinn an den anderen Ehegatten zu bezahlen, als am Ende der Ehe an Vermögen vorhanden ist. Die Höhe der Ausgleichs­for­derung wird durch den Wert des Vermögens begrenzt, der nach Abzug von Verbind­lich­keiten bei Beendigung des Güter­standes vorhanden ist.

Achtung: Ein Anspruch auf Zugewinn wird nicht ohne Antrag vom Gericht entschieden. Ein Anspruch ist gesondert geltend zu machen. Er unter­liegt der regel­mä­ßigen Verjährung von 3 Jahren und kann daher 3 Jahre nach Rechts­kraft der Ehescheidung nicht mehr geltend gemacht werden.